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Lesetipp

Männer, Frauen & die Liebe
Über kindliche Ansprüche und erwachsene Bedürfnisse

innenwelt verlag 2010
205 Seiten
EUR 12,95
ISBN 978-3-936360-58-5


Das Leben hat keinen Rückwärtsgang

Die Evolution des Bewußtseins, spirituelles
Wachstum und das Familienstellen

innenwelt verlag 2009
295 Seiten
EUR 16,80
ISBN 978-3-936360-51-6


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Über meine Arbeit

Familienaufstellung - Lebensaufstellung
Die Liebe des Herzens
Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft
Zustimmung zur Wirklichkeit
Mann und Frau
Bert Hellinger


Familienaufstellung - Lebensaufstellung

Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, sage ich meist: Familienaufstellungen. Das ist einerseits richtig, andererseits trifft es die Sache aber nicht wirklich. Die Familienaufstellungen, wie Bert Hellinger sie entwickelt hat, sind ein wesentlicher Pfeiler meiner Arbeit. Aber meine Kurse ruhen nicht nur auf einem Pfeiler: der zweite ist die Offenheit für das, was JETZT ist. Aus dieser Offenheit entsteht mithilfe der Methode des Aufstellens eine Begegnung mit dem Leben, die Sie unmittelbar berührt und ganzheitlich erfahren lässt, wo Sie stehen und wohin Sie gehen möchten. Daher scheint mir der Begriff „Lebensaufstellungen” meine Arbeit besser zu charakterisieren.

 

Die Liebe des Herzens

Diese Offenheit ist vor allem eine Offenheit des Herzens. Sie wendet sich dem, was ist, zu, ohne zu urteilen und ohne Unterschiede zu machen. Wenn man dieser inneren Bewegung folgt, erfährt man eine tiefe Ruhe und Ausgeglichenheit, die von der Zustimmung zu sich selbst, zum anderen und zum Leben als Ganzes getragen ist.

Viele Menschen, denen ich in meinen Kursen begegne, stehen an der Schwelle zu dieser Bewegung, trauen sich meist aber nicht, sie zu überschreiten, weil man dann die Kontrolle aufgeben und sich einem unbekannten Fluss, einer unbekannten und daher anfangs beängstigenden Offenheit hingeben muss.

Die Offenheit des Herzens entsteht aber nicht einfach in einem leeren Raum. Wenn sie Bestand haben soll, muss sie auf einem Fundament ruhen, das Hellinger mit seinen „Ordnungen der Liebe” treffend beschrieben hat. Sie ist nur dann real, wenn sie die Zustimmung zu den Eltern, zur (persönlichen und kollektiven) Vergangenheit beinhaltet, und zwar im Guten und Schönen wie im Schlimmen und Schrecklichen. Daher schließt meine Arbeit diese Ordnungen und Prozesse ein UND geht darüber hinaus.

 

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

Ich bin dabei nicht an der Vergangenheit interessiert. Sie ist nämlich nicht mehr und nicht weniger als das, was gewesen ist. Weil es gewesen ist - und zwar genau so, wie es war - kann daran auch nichts mehr geändert werden. Unser Problem besteht nur darin, dass wir dies, zumindest unbewusst, nicht wahrhaben wollen. Das genau ist „Verstrickung”: in etwas Vergangenem gefangen sein. Wir sind so lange gefangen, wie wir die Vergangenheit nicht ruhen lassen, nicht gewesen sein lassen, nicht vorbei sein lassen können. Aber Vorsicht: Sie vorbei sein zu lassen setzt voraus, ihr genau so zuzustimmen, wie sie war. Denn jeder Hader, jedes Nicht-Akzeptieren von dem, was war, bedeutet, dass wir es nicht ruhen lassen. So lange wir es nicht wirklich „in Frieden ruhen” lassen, ist es aber nicht vorbei.

Nur dazu werfen wir in meinen Kursen gelegentlich noch mal einen Blick in die Vergangenheit: Um endlich „Ja” dazu zu sagen, damit sie vorbei sein kann. Dann sind wir hier und jetzt. Das ist mein eigentlicher Fokus: das Hier und Jetzt. Denn alles Leben ist jetzt. Daher ersetze ich, wo immer es möglich ist, die Aufstellung der Vergangenheit oder der Familie durch eine radikale Hinwendung zum Hier und Jetzt. Das geschieht manchmal mit, manchmal ohne Aufstellung.

 

Zustimmung zur Wirklichkeit

Die Zustimmung zur Wirklichkeit ist die Eintrittskarte zum Leben, die totale Ablehnung der Welt (wie sie ist) ist der Tod. Meistens bewegen wir uns irgendwo zwischen diesen beiden Polen, nicht ganz tot, aber auch nicht wirklich lebendig.

Wenn ich auf diese Tatsache hinweise, werde ich oft gefragt:
Wie kann ein vernünftiger Mensch der Welt zustimmen, wie sie ist? Gibt es nicht viel zu viel Schlimmes, Schreckliches und Verwerfliches? Meinst du wirklich, man soll dem allem zustimmen?
Die Frage - und die Schlussfolgerung, dass man keinesfalls zustimmen darf - scheint berechtigt. Ist sie es wirklich?

Zunächst eine sprachliche Klärung: „Zustimmen” heißt nicht „Gutheißen”. Letzteres ist wertend, ersteres nicht. „Zustimmen” heißt für mich, dass ich darauf verzichte, etwas Seiendes mit meinen Wertmaßstäben zu beurteilen, und ihm zustimme, weil es ist.

Nun überlegen Sie:
Wie wäre die Welt, wenn alle ihr zustimmen würden?
Gäbe es noch Krieg? Gäbe es noch Mord und Totschlag? Wozu?

Wie wäre Ihr Leben, wenn sie Ihrer Herkunft zustimmen würden?
Ihren Eltern, wie sie sind? Ihrer Kindheit, wie sie war, ihrer gesamten Vergangenheit, wie sie war?
Gäbe es noch Hader, Streit mit den Eltern, Kampf um ihre Anerkennung, Liebe, Schmerz um längst vergangene Verletzungen, um verpasste Gelegenheiten, Trauer um Verluste? Woher?

Wie wäre es, wenn Sie Ihren Beziehungen zustimmten, wie sie waren oder sind? Gäbe es noch alte Wunden zu lecken und längst entschiedene Schlachten zu schlagen? Warum und Wozu? Ist es nicht sowieso vorbei? Warum nicht vorbei sein lassen und zustimmen, wie es war?

Wie wäre es, wenn die Frauen den Männern und die Männer den Frauen zustimmen und sie nehmen und achten würden, wie sie sind? Ohne diesen lächerlichen Geschlechterkrieg, dieses „Wir sind besser”? Wäre es nicht eine wunderbare und zugleich spannende (weil aus der Polarität der Geschlechter befeuerte) Beziehungswelt?

Wie würde es Ihnen gehen, wenn Sie Ihrem Schicksal zustimmten, wie es ist?
Wäre nicht aller Stress vorbei, alle Angst verflogen?
Wäre Ihre persönliche Welt nicht voller Frieden und voller Kraft für die Gegenwart, wenn sie zustimmten?

Und:
Wäre die Welt nicht ein wunderbarer Ort des Friedens, wenn alle zustimmten?

Ich höre den Einwand: „Die Welt ist ungerecht.” Meinen Sie wirklich, Sie könnten das ändern? Sind nicht alle, wirklich alle, gescheitert, die sie gerecht machen wollten? Sind die Gerechten und Gerechtmacher nicht sogar die größten Mörder gewesen? Ist nicht des Einen Recht des Anderen Unrecht? Außerdem: Was tun Sie wirklich, um die Ungerechtigkeit der Welt zu beenden, außer sich innerlich dagegen aufzulehnen?

In dem Moment, wo Sie beginnen zuzustimmen, kommt das auf Sie zu, was Sie wirklich können und was Ihre wirkliche Aufgabe ist in diesem Leben. Indem Sie sich dem stellen, beginnen Sie Ihren ureigensten Beitrag dazu zu leisten, dass die Welt besser wird.

Ich höre den Einwand: „Das tun sowieso nicht alle!” - Vielleicht. Aber Sie können es trotzdem tun, dann ist es eine(r) mehr.

Sie meinen, das ist schwer? Vielleicht. Am Anfang. Aber wenn man einmal damit angefangen hat, wird es allmählich leichter. Es geht!

Es geht nicht nur, sondern es ist völlig natürlich. Man braucht sich nur mit offenen Sinnen und offenem Herzen dem zu stellen, das anzuschauen, was war und was ist. Dann wird man von der Wirklichkeit berührt, und diese Berührung verwandelt uns und lässt uns anfangen, die Wirklichkeit zu nehmen und zu lieben.
Das ist es, was in meinen Kursen geschieht und wozu ich Sie einlade: die Wirklichkeit, Ihre Wirklichkeit, mit offenen Sinnen und mit offenem Herzen anzuschauen. Ich tue nicht mehr, als Sie dabei zu begleiten und zu unterstützen.


 

Mann und Frau

Die Liebe zwischen Mann und Frau, und zwar die sexuelle Liebe, ist die Quelle unseres Lebens. Ohne die Sexualität gäbe es uns nicht, und ohne Liebe würden wir seelisch verkümmern. Das Bedürfnis danach ist heute größer denn je, sie ist aber auch gefährdeter denn je.
In meinen Kursen spielt dieses Thema immer eine wichtige Rolle, und die Aufstellungen geben wichtige Hinweise darauf, was dem Gelingen von Paarbeziehungen im Wege steht und was sie fördert. In meinem Buch „Männer, Frauen und die Liebe” finden Sie dazu viele Erläuterungen und Anregungen. Gelegentlich gebe ich dazu auch einen speziellen Kurs (siehe Termine), und Sie können auch den entsprechenden Ausbildungskurs zu diesem Thema bei eurasys besuchen.

 

Bert Hellinger

Da ich über Bert Hellinger und seine überragende Bedeutung für das Familien-Stellen viel Positives geschrieben habe (zu dem ich nach wie vor stehe), möchte ich darauf hinweisen, dass ich seit 2006 einen ganz eigenen Weg gehe und mit der neuen Schule von Bert und Sophie Hellinger nicht mehr verbunden bin (eine ausführliche Darlegung meiner Haltung finden Sie in meinem Artikel „Klassisches Familienstellen, Bewegungen der Seele, Bewegungen des Geistes”).